Brennen, ohne auszubrennen

Längst ist das Burn-out-Syndrom zu einem Volksleiden geworden: Schätzungen zufolge leidet rund jeder fünfte Bundesbürger unter einem Burn-out – ausgelöst durch Überforderung, psychische Belastungen und Dauerstress am Arbeitsplatz. Eine Standarddiagnose gibt es allerdings nicht, denn das Krankheitsbild und die Symptome sind vielschichtig und reichen von Schlafstörungen über Herzrasen und Angstzustände bis hin zu Hörstürzen. Doch was verbirgt sich hinter der Krankheit eigentlich? Wie lässt sich einem Burn-out vorbeugen? Und bei welchen Anzeichen sollte man handeln?

Burn-out-Symptome: Wenn Arbeit krank macht

Der Begriff Burn-out wird zwar für alle möglichen Arten von Antriebslosigkeit und Stress verwendet – allgemein versteht man darunter jedoch einen Erschöpfungszustand, der arbeitsassoziiert entstanden ist. Doch nicht jede Art von Stress führt unweigerlich zu einer psychischen Erkrankung. Deshalb ist es wichtig, genau auf seinen Körper zu hören, Warnsignale zu deuten wissen und Symptome ernst zu nehmen. Zu den ersten Anzeichen eines Burn-outs gehört das Gefühl, den beruflichen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein und sich auch außerhalb des Büros nicht entspannen zu können. Weitere Symptome sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit und körperliche wie emotionale Erschöpfung, die insbesondere dann beachtet werden sollten, wenn sie über einen längeren Zeitraum auftreten.

Burn-out Prävention: Den Stress besiegen

Um einer Burn-out-Erkrankung präventiv vorzubeugen, sollte man bereits bei den ersten Anzeichen eines drohenden Burn-outs hilfreiche Maßnahmen einleiten und so der Stressspirale frühzeitig entfliehen. Burn-out-gefährdete Menschen haben oftmals Maximen wie „es allen recht machen“ oder „perfekt sein“, die sie zur Überforderung antreiben. Um einem Burn-out vorzubeugen, sollte man diese inneren Antreiber kennen und sich ihrem Einfluss entziehen. Denn niemand ist perfekt und Fehler gehören zum Leben nun mal dazu. Wer sich dessen bewusst ist, ist auf einem guten Weg, der Burn-out-Falle zu entgehen.

Hilfreiche Präventionsmaßnahmen sind auch ein gutes Stressmanagement und Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung und autogenes Training. Der Entstehung eines Burn-outs entgegensteuern lässt sich auch mit einem Stresstagebuch, in dem festgehalten wird, in welchen Zusammenhängen und Situationen Stress auftritt. Damit lässt sich auch schnell aufdecken, ob Stress sich kontinuierlich verstärkt. Fest einplanen sollten von Burn-out gefährdete Menschen in diesem Zusammenhang auch ausreichende Pausen und eine abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung.

Burn-out vorbeugen: Bewusst ernähren

Auch eine gesunde Lebensweise ist entscheidend, wenn es darum geht, einem Burn-out vorzubeugen. Denn Stress und Überlastung führen zu einer Schwächung des Immunsystems, weshalb es gezielt mit Nährstoffen und Vitaminen versorgt werden muss. Gute Möglichkeiten hierzu sind Heilfasten oder Reduktionskost-Kuren, die die Regeneration des Körpers fördern. Neben einer ausgewogenen Ernährung empfiehlt es sich darüber hinaus, regelmäßig Sport zu betreiben und sich viel zu bewegen. Auch den Konsum von Aufputschmitteln wie Koffein und Genussmitteln wie Alkohol sollte man einschränken.

Burn-out Therapie: Welche Behandlungen helfen

Wird trotz aller Bemühungen eine Burn-out-Erkrankung diagnostiziert, fällt es vielen Betroffenen schwer, ohne Hilfe aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Unterstützung gibt es in Form von therapeutischen Maßnahmen – allerdings existiert dabei keine Standard-Behandlung. Vielmehr muss eine Therapie auf den Patienten und seine jeweilige Lebenssituation zugeschnitten sein. Als allgemein sehr wirksam hat sich allerdings eine Therapie erwiesen, die vier Stufen umfasst. Patienten lernen dabei, sich zu entspannen, ihren Anspruch zu relativieren, Stressoren in ihrem Umfeld zu identifizieren und zu eliminieren sowie ihre Unterstützungssysteme in Form von Familie und Freunden zu aktivieren. Grundsätzlich geht es also darum, das eigene Verhalten zu ändern und Stress eine untergeordnete Rolle im Berufsleben zukommen zu lassen.